Energie - Offensive

Denkschrift    der   UWG-Mainhausen 

  Arbeite mit an deinerZukunft

Gliederung zu sinnvollen Maßnahmen der Energie-Einsparung, Klimaschutz und Menschenschutz

a.Am wichtigsten ist zunächst die Einsparung von Heizwärme und Wärme allgemein. Eine Hausisolation ist zwar ein großer finanzieller Brocken,rentiert sich jedoch am schnellsten und wenn es richtig gemacht wird, kann ein Haus so richtig gemütlich werde ohne hohe Luftfeuchte und Schimmel an den Wänden. Im Sommer kühl und im Winter schön warm.

b.Als weitere Aktion ist die Modernisierung der Heizkörper zu nennen. Das heißt nicht die Heizkörper auszutauschen, sondern entweder zusätzlich an den Innenwänden entweder Wandheizkörper (imPutz) oder wandhohe Flachheizkörper (eine Platte dick) anzubringen. Tauschen Sie nicht etwa die "Rippenheizkörper" aus. Ideal für alte Häuser sind Sockelleisten-Heizkörper wie in fast allen nordischen Wohnungen Verwendung finden plus den Wandheizkörpern. Notfalls können sie auch, wenn neue Fußböden sein müssen, und wenig freie Wandfläche vorhanden ist, Fußbodenheizungen gebaut werden, zusätzlich zu den anderen Heizkörpern. Niemals Fußbodenheizung allein.

c.Nun geht es mit Solarthermie-Kollektoren an die Sonne. Fotvoltaik etwa  ... nein und nochmals nein. FV kommt zuletzt,wenn überhaupt. Mit Wirkungsgradenvon etwa 80 % thermisch werden auch im Winter die Flachheizkörper oder die Fußbodenheizung zusätzlich indirekt über die Sonne erwärmt.Bei geschickter Dimensionierung kann an manchen Tagen ein ganzes gut isoliertes Haus scon im Januar nur über die Solarthermie-Kollektoren gefahren werden bei Vorerwärmung durch die Heizung (Wärmeerhaltung nur über Salarthermie). Aber Vorsicht bei Flachkollektoren-diese bringen die winterliche Solarwärme in der Regel nicht. Empfohlen werden Röhrenkollektoren (aber auch hier gibt es gewaltige Unterschiede)

d. Jetzt geht es um den Regen. Regen bringt hohe relative Luftfeuchten. Es wird im Sommer "schwül". Wird jetzt gelüftet, so strömt warme feuchte Luft in die Wohnräume, deren Innenluft niedriger temperiert ist als die Außenluft. Es kommt zu einer Erhöhung der Luftfeuchte im Innenraum.Ein Teil dieser Feuchte wird durch die Wandflächen aufgenommen, wenn die Wand mit offenporigen Substanzen versehen ist (unbeschichtete Tapete oder besser noch ein z.B. Kalk-Marmor-Anstrich auf naturbelassener Rauhfaser-Tapete) (davon weiteres in einem Artikel über "Baubiologie"), ansonsten wird es ungemütlich). Gegenstrategien gegen zu hohe Luftfeuchten in den Innenräumen   - ein Tag lang aus dem Solarthermiespeicher das Haus auf sommerliche Temperatur hochheizen. Eine weitere Möglichkeit ist die Zwangsbelüftung über Lufttrockner(Luft-Luft-Wärmetauscher), doch Vorsicht, diese Methode baut die Luftionisation ab und es kann zu Müdigkeits-Effekten bis zu Kopfschmerzen kommen. Die einfachste Methode ist jedoch, auf sonniges Wetter zu warten und das ganze Haus zu durchlüften. Zur künstlichen Luftionisation, siehe unter "Baubiologie"

e. Wie heizen wir in der kalten Jahreszeit und auch mal zwischendurch an kalten Tagen! Wir verbrennen Gas, Heizöl, Holz oder Pellets und nutzen die Wärme in Einzelöfen oder über die Heizungsanlage. Fast jeder hat einen Kelle oder Anbau.... Die Gase aus den Öfen und Kessel werden ungefiltert und ohne Katalyse über die viel zu kurzen Kamine an die Umgebungsluft abgegeben. Ruß und Stäube in den Öfen und Kessel zeigen wie viel Schmutz die Umgbungsluft aushalten muss und damit auch Mensch und Natur. Verschlimmernd kommt noch hinzu, dass wir mindestens im Winter in Mainflingen eine schlechte Luftdurchmischung haben (häufige Inversionswetter und Nachtinversionen sind die Folge). Die Gase aus den Kaminen dringen durch die offenen Fenster in Wohn- und Schlafräume - ein fröhliches Atmen". Dazu kommen noch die Feinstäube und Grobstäube der verschiedenen Quellen z.B. Autoverkehr (allgemeiner Kraftverkehr). Erschwerend zu diesen Immissionen kommt noch hinzu, dass die Abgase aus den sigenannten Energiesparkessenrelativ niedrig temperiert sind, so daß diese Gase , anstatt von den Kaminkronen aufzusteigen, relativ schnell in die direkte Bioshäre absinken in den Bereich der atembaren Luft.  Gas ergibt keine Ruß ? sagen manche Bürger - sicher ist eine relativ zu Öl- und Holzfeuerung sauberereVerbrennung bei modulierter Betriebsart, jedoch entstehen bei der Verbrennung von Gas eine Menge Stickoxyde, die ebenfalls direkt über die Kamine entweichen.

 

Was also tun verehrter Bürger - denken Sie mit,arbeiten sie mit uns zum Thema :      "Wie heizen wir morgen?"  

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                

 

Elektrisch heizen,verschiebt die Abgasproblematik hin zum Kraftwerk. Der volkswirtschaftliche Witkungsgrad einer Elektroheizung ist so gering dass sie eigentlich verboten werden sollte  Wärmepumpentechnik ist für Ein-und Zweifamilienhäuser  viel zu teuer. Auch wird für die Wärmepumpen Antriebsenergie gebraucht- Elektrizität im einfachsten Fall. Diese wiederum muss erzeugt werden - im Kraftwerk oder in Kraftwerk´chen wie Blockheizkraftwerken (BHKWs) oder auch in Städten z.B. Offenbach mittels Kraft-Wärmekopplung(KWK)   Angeboten werden heute kleine BHKW´s auch für Ein-Familienhäuser- das Abgasproblem bleibt damit. Die Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen erscheint nicht akzeptabel, relativiert auf größere Anlagen. Deshalb einige Denkanstöße: 

1.Mindestens Anteile der Elektrizitätsgewinnung für die Ortsteile Mainhausens

1a. Installation von mindestens zwei Windräder pro Ortsteil, Nabenhöhe ca. 150m,  Leistung ca.5 Megawatt pro Windrad.

Dabei sind jedoch die Windverhältnisse in dieser Höhe noch nicht klar. Die "Persischen Windmühlen ( Darrieu - Rotoren) mit 30m Höhe , wie sie von der SPD vorgeschlagen werden, erscheinen unwirtschaftlich wegen der Windverhältnisse auch mit dem nahen Baumbewuchs zum Aufstellungsort. Auch wurden die Windverhältnisse vor mehr als 40 Jahren bis in die Höhe von 200m untersucht,jedoch kommen wir nicht an die Ergebnisse. Zum Abpuffern der Windräder können 2-3 BHKW´s pro Ortsteil dienen (für Windflauten). Die Abwärme dieser BHKW`s kann entweder direkt zum Heizen der Wohnhäuser und sonstiger Bauten genutzt werden, oder in Latentspeicher ( z.B.Speichervolumen >>1000m3 z.B. Glaubersalz-Kristallisationsspeicher für den Winterbetrieb eingespeichert werden. Basierend auf dieser Technik ergäbe sich die Möglichkeit der solarthermischen Nutzung der Dächer auch von Privathäusern (Solarkollektoren in Vakuum-Technik ? ) Die Abgase der BHKW´s sollen selbstverständlich über Filter und Katalysatoren gereinigt werden und relativ hohe Kamine haben, damit die Umweltbelastung minimal ist, verglichen mit dem Jetzt-Zustand (Zentralheizungen und Einzelöfen) Den Spaß am Sichtfeuerchen in kleinen Öfen sollte jedoch genehmigt werden,die Verwendung von Abgas-Staubfiltern vorausgesetzt ? Jedoch haben wir dann wieder das Lignin-Problem. Zu diesem Thema gibt es noch eine Menge zu schreiben, jedoch wird das vorliegende Schreiben zu lang. Auch gibt es noch andere Möglichkeiten der zentralen Versorgung, z.B. die gemeinsame Versorgung von Seligenstadt und Umgebung (auch Mainhausen) mit Fernwärme über einen zu errichtenden FWK--Block (50...150MW nach Art des Kraftwerkes in Offenbach oder aber eine Fernwärmeanbindung an das Kraftwerk "Staudinger". Eine Fernwärmeschiene in Richtung Aschaffenburg? Dazu gibt es theoretisch noch eine ganze Menge von Varianten, z.B. ein Einrohrsystem unter Verwendung von elektrisch betriebenen Wärmepumpen.

All das erfordert noch eine Menge Denkarbeit. Wir brauchen daher eine Gruppe von Menschen mit gesundem Menschenverstand und wenn möglich auch mit Kenntnissen der Materie. wir fordern also das Parlament auf,eine Gruppe von Menschen  aufzustellen, ähnlich dem Arbeitskreis "Energietisch", jedoch muss diese Gruppe mit einer Vierergruppe aus CDU,SPD;FDP und UWG- je eine Person- zunächst gegründet werden, um sie nach "Warmlaufen" unter die Leitung von mindest einem Fachmann zu stellen. Und noch etwas an die SPD, lassen sie ihre "Sonnenoffensive Mainhausen-Ein denkanstoß" zunächst im "Kühlschrank" zur späteren Verwendung- Wir brauchen die Dächer entweder mit- oder nur- zur solarthermischen Nutzung oder aber, wir warten die Entwicklung ab für Hybridkollektoren die dann z.B. unter Verwendung von Wärmepumpen, die direkt vom Fotovoltaikteil gespeist werden könnten, Strom und Wärme erzeugen. Und noch etwas bedarf der Klärung, Welche Mengen an Biomasse,besonders Abfallholz kann in den Gemeinde-eigenen Wäldern gewonnen werden und wie hoch ist der darauf basierende energetische Nutzen in kW/h  ? 

Und noch ein Antrag an das Parlament: Schreiben sie fest, dass bei jeder Siedlungsplanung die Dächer der Häuser so konstruiert, (und) oder die Häuser so ausgerichtet sind, dass die solare Energie maximal genutzt werden kann. Rohrleitungssysteme für die Siedlungsbeheizung sollen optional in jeder Siedlungsplanung berücksichtigt werden. (Beispiel Pultdächer)

mit freundlichen Grüßen      Christoph Mahlinger  UWG